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WhiBal vs SpyderCube

Aufnahme des Testaufbaus unter Makrolicht (Original Rohdaten Datei aufgenommen mit der Sony Alpha 900).

DSC08345.ARW


Bitte laden Sie diese Datei nur wenn Sie eine Software zum Öffnen von Sony Alpha 900 .ARW Dateien besitzen. Der Download der ZIP Datei ist 27,5 MB groß.

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SpyderCube vs WhiBal Card
Geschrieben von: Christian Laxander   
Beitragsseiten
SpyderCube vs WhiBal Card
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Für die bestmögliche Bildqualität ist die Farbwiedergabe und Farbgebung von entscheidender Bedeutung. Die wichtigsten Farbeinstellungen an digitalen Kameras sind dabei Weißabgleich und Farbton. Wenn besonders genaue Farben benötigt werden, oder die Automatiken der Kameras keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefern, kann der zahlungskräftige Kunde auf spezielles Zubehör für genauere Farben zurückgreifen. Aber sind diese Werkzeuge wirklich besser als der automatische Weißabgleich der Kameras? Kann man den Unterschied in der Praxis wirklich sehen, oder lohnt die Ausgabe nicht?

Um dies herauszufinden testen wir zwei beliebte Weißabgleichswerkzeuge, die WhiBal Card und den Datacolor SpyderCube im direkten Vergleich. Neben den Messergebnissen steht, wie bei allen unseren Erfahrungsberichten, die Handhabung im Vordergrund. Wir klären wie genau die Karten arbeiten, welche Probleme es bei der Handhabung gibt, und wie sich die Werkzeuge im harten Praxieinsatz schlagen.

 

Über unsere Erfahrungsberichte

In unseren Erfahrungsberichten liegt der Fokus auf dem praktischen Umgang mit den Produkten. Neben der Bedienung, der Wertigkeit und der Haptik steht vor allem das Bildergebnis und der Praxiseinsatz im Vordergrund. Unsere Tester erheben nicht den Anspruch ein Produkt in allen Bereichen zu testen, sondern vielmehr einen subjektiven Eindruck zu vermitteln. Um die oft emotionsgeladenen Diskussionen zu minimieren, stellen wir klar das die Erfahrungsberichte auf den persönlichen Vorlieben und der Meinung des Testers beruht. Die Erfahrungsberichte umfassen nur Bereiche die für den Tester auch relevant sind, und können einen ausführlichen Test, der alle Bereiche abdeckt, nicht immer ersetzten.

 

 

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Warum sind Farben so wichtig?

Farben beeinflussen die Stimmung eines Bildes und auch das ungeübte Auge erkennt falsche Farben sofort. Dies gilt auch wenn die ungenaue Farbwiedergabe vom Betrachter nicht aktiv erkannt wird. Aus diesem Grund gehören der gezielte Einsatz von Farbe, die Tonung oder auch das Weglassen von Farbe (Schwarzweißfotografie) zu den wichtigsten Gestaltungmerkmalen in der Fotografie. In diesem Erfahrungsbericht geht es jedoch ausschließlich um möglichst realistische Farben und die "perfekte" Einstellung von Weißabgleich und Farbton.

 

Die Kontrahenten

 

Datacolor SpyderCube

Datacolor bewirbt den neuen SpyderCube aktiv als neue Weißabgleichsreferenz. Im Vergleich zu "einfachen" Graukarten soll der Cube die Arbeit vor allem mit seinen umfangreichen Ausstattungsmerkmalen erleichtern.

Neben der oberen Graufläche für den genauen Weißabgleich bietet er Schwarz- und Weißflächen, die bei der Beurteilung von Abweichungen in den Tiefen und Lichtern helfen sollen. Zusätzlich bietet er eine Schwarzfalle (Kreis im unteren dunklen Bereich) und eine Metallkugel um die dunkelsten und hellsten Bereiche im Bild zeigen zu können.

Für die problemlose Handhabung besitzt der SpyderCube ein Statvigewinde und eine Gummischlaufe. Der verwendete Kunststoff ist vollständig durchgefärbt und soll in der Praxis auch Kratzer und Macken problemlos wegstecken. Leider schwimmt der Cube nicht, bei Einsatz in Wassernähe ist also Vorsicht geboten.

Herstellerlink: Datacolor SpyderCube

 

RawWorkFlow Whibal Card

Die WhiBal Card ist derzeit nur über die Webseite des amerikanischen Herstellers zu beziehen. Die Karte selbst wird in verschiedenen Größen und Sets angeboten und auch hier verspricht der Hersteller die perfekte Farbwiedergabe.

Für den Weißabgleich nutzt die WhiBal Card, anders als z.B. der SpyderCube, keine 18% Graufläche sondern eine bedeutend hellere neutrale Graufläche. Diese soll bessere Ergebnisse als weiße Karten liefern, da die Farbabstände deutlicher zu sehen und zu messen sind. Außerdem sollen genauere Ergebnisse als mit dem 18% "Neutralgrau" erzielt werden. Zusätzlich bietet die WhiBal Card einen Aufkleber mit neutraler Schwarz- und Weißfläche. Diese sollen auch hier für die Beurteilung und Messung von Tiefen und Lichtern dienen.

Auch die WhiBal Card selbst besteht aus vollständig durchfärbtem (Schaum)Kunststoff. Der Aufkleber ist absichtlich glänzend gehalten damit Reflexionen, die die Messung verschlechtern könnten, sofort erkennbar sind. Im Lieferumfang ist neben einem Band und einer Hülle zusätzlich auch ein "Aufsteller" enthalten. Anders als der SpyderCube schwimmt die WhiBal Card.

Herstellerlink: RawWorkflow WhiBal Card

 

 

X-Rite / Munsell Digital ColorChecker SG

Als Referenz für die Messungen kommt der Digital ColorChecker SG (SG = semi gloss) von X-Rite zum Einsatz. Normalerweise dient dieser zur Profilierung von Kameras und bietet eine umfangreiche Farbpalette. Für unsere Messungen nutzen wir nur die neutrale Felder, da es in diesem Erfahrungsbericht um die Genauigkeit der Weißabgleichs- und Farbtonmessungen gehen soll.

Neben den äußeren Grau-, Weiß- und Schwarzfeldern können beim Digital ColorChecker SG zusätzlich die mittleren Graufelder unterschiedlicher Helligkeit (E bis J) der Reihen 5 und 6 verwendet werden. In der Handhabung ist der Digital ColorChecker SG im Vergleich zum SpyderCube und der WhiBal Card allein wegen seiner Größe deutlich eingeschränkt. Außerdem sind alle ColorChecker (auch die kleineren) empfindlich und sollten sorgsam behandelt werden. Der ColorChecker sollte nur für die Messung Licht ausgesetzt sein und auch Wasser mag er gar nicht. Der Hersteller empfielt weiterhin den ColorChecker alle 2 Jahre auszutauschen um eine genaue Farbwiedergabe zu gewährleisten.

Herstellerlink: X-Rite / Munsell Digital ColorChecker SG



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